Morgen (17.6) Nazikundgebung verhindern

Laut diversen Ankündigungen im Internet und Meidenberichten zufolge will Sebastian Schmidtke (NPD und Freie Kräfte Berlin) Morgen eine Kundgebung vor der Parteizentrale der Linkspartei am Rosa Luxemburg Platz durchführen. Ähnlich wie bei dem Aufmarschversuch am 14. Mai in Berlin übt sich die Polizei in Verschleierungstaktik. Sowohl die Uhrzeit der Kundgebung sowie der Sammelpunkt der Nazis sind derzeit noch unbekannt. Bei einem ähnlichen Versuch Schmidtkes, ungehindertet aufzumarschieren wurden 4 Antifaschist_innen durch Nazis schwer verletzt. Auch damals hatte die Polizei den Aufmarschort geheimgehalten um Gegenproteste zu erschweren.

Indessen bereiten diversen Antifagruppen Gegenaktionen zur geplanten Kundgebung vor. Zudem plant Pro Deutschland um 19 Uhr eine Kundgebung am Frankfurter Tor. Auch dagegen regt sich Widerstand. Beteiligt euch an den morgigen Gegenaktionen. Lassen wir den Nazis keinen Raum weder in Berlin noch anderswo…

Achtet auf aktuelle Ankündigungen auf:

www.antifa.de und http://de.indymedia.org

Das Plakat zum Ausdrucken und verkleben findet ihr hier…

Naziaufmarsch am 14.5.2011 in Berlin verhindern!

Morgen wollen Nazis aus dem Umfeld des Nationalen Widerstand Berlin in Berlin unter einem scheußlichen Motto aufmarschieren. Presserberichten zufolge soll die Route über den Platz der Luftbrücke und den Mehringdamm führen. Es liegt an uns diesen Aufmarsch zu verhindern. Die konkrete Route und Anlaufsstellen für Antifas sind noch nicht bekannt. Infos folgen in Kürze. Dennoch gibt es bereits einiges an Mobimaterial was auchs chon fleißig unter die Leute gebracht wurde. DIe Kopiervorlagen können hier (Plakat A3) und hier (Flyer A4) heruntergeladen werden. Achtet auf aktuelle Infos unter www.antifa.de und de.indymedia.org

Rausgehen, Warmmachen, Weghauen!
Morgen ab 11.00 Uhr Antifa-Aktionen gegen den Naziaufmarsch

Neues Material online

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Veranstaltung: Was tun wenns brennt?

WAS TUN WENNS BRENNT?

30.APRIL 2011 – 13 Uhr – MEHRINGHOF BERLIN
Gneisenaustrasse 2a, Nähe U-Bhf. Mehringdamm

Der Ermittlungsausschuss Berlin und die Rote Hilfe OG Berlin werden in diesem Jahr vor den Walpurgisnacht- und 1. Mai-Aktivitäten eine Veranstaltung zur aktuellen Repression und zur Demovorbereitung anbieten. Dabei soll nicht nur gezeigt werden wie aktuelle Repression wirkt und wie man sich auf Demos am Besten verhält, auch wird an exemplarischen Fällen gezeigt, was Aussageverweigerung konkret bedeutet. Dabei werden verschiedene Situationen wie das Verhör und Ingewahrsamnahmen dargestellt.

Es ist immer wichtig zu wissen, was deine Rechte bei Festnahmen sind. Du musst wissen, wie du dich auf der Demo verhälst und du musst wissen was bei einer Hausdurchsuchung zu tun ist. Deswegen komm am 30. April vorbei!

Mehr Infos unter www.ea-berlin.net und www.rote-hilfe.de

Hier findet ihr ihr eine lesenswerte Broschüre zum Thema Rechtshilfetipps. Außerdem gibt es hier ein spannendes Video zum Verhalten auf Demonstrationen.

1. Mai – Tag des Zorns – Jugendaufruf

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig. Aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt. Und wir gewinnen.“ so der Multimilliardär Warren Buffet, drittreichster Mensch der Welt. Die Auswirkungen des Klassenkampfes von oben spüren alle von uns Tag für Tag, sei es in der Schule oder Uni, bei Ausbildung oder im Beruf. Leistungsdruck, Stress und Existenzangst bestimmen den Alltag all jener, die dazu gezwungen sind ihre Arbeitskraft zu verkaufen, noch mehr als vor einigen Jahren oder Jahrzehnten. Der Verwertungszwang des Kapitals fordert immer neue Zumutungen, Abitur nach 12 Jahren, „Bologna-Prozess“ und die Weigerung der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns garantieren hohe Wachstumsraten für das Kapital und ein miserables Leben für uns. Das können wir nicht weiter hinnehmen, es gilt, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Armut, Leistungsterror und Ausgrenzung…

Immer mehr Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in der Schule und müssen zusätzlich zu Hause noch viel zu lange nervige Hausaufgaben machen. Für Freizeit bleibt oftmals kein Platz. Hinzu kommt, dass sich viele Menschen in Berlin Freizeitgestaltung auch gar nicht mehr leisten können, trotz Job haben sie einfach zu wenig Geld. Schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne sind für Menschen, die von der Schule kommen und keine weitergehende Ausbildung besitzen die Regel. Gleichzeitig werden die Berliner Innenstadtbezirke immer teurer. Kreuzberg – ehemals angenehm undeutscher Zecken-Kiez wird zu einem zweiten Prenzlauer Berg, breite Teile der auch langjährig ansässigen Bevölkerung sind nicht mehr in der Lage bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Währenddessen nimmt die Hetze gegen Migrant_innen und sozial Schwache seit der „Sarrazin-Debatte“ wieder drastisch zu. Tagtäglich werden Leute abgeschoben oder in Lager gesperrt. Passend dazu schlägt ein sozialchauvinistischer und rassistischer Diskurs um sich, der Migrant_innen, die sich vermeintlich nicht „integrieren“ und der konstruierten deutschen Leitkultur unterordnen wollen auf menschenverachtende Art und Weise geißelt und ein hartes staatliches Vorgehen gegen diese fordert. Aus der Bevölkerung wird dieser wirtschaftsliberale Rassismus gegen Migrant_innen, der den Wert eines Menschen daran festmacht, dass sie_er diesem Land nicht auf der Tasche liegt, sich möglichst qualifiziert und gewinnbringend wirtschaftlich betätigt teilweise begeistert beklatscht.

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